Die S-Klasse - Ein Blick zurück

Seit der Gründung der S-Klasse im Jahr 2006 können sich die musikalischen Ergebnisse hören und sehen lassen. Immer wieder sind Kinder und Jugendliche, die aus dem Ausbildungssystem der Folkwang Musikschule kommen, im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und anderen Wettbewerben ganz oben mit dabei und dies mit den unterschiedlichsten Instrumenten. Aber auch auf andere Auszeichnungen und bedeutende Konzertauftritte können diese jungen Musikerinnen und Musiker verweisen. Gleichzeitig haben die jungen Menschen in der Zeit ihrer Ausbildung eine großartige Persönlichkeitsentwicklung vollzogen.

So die Pianistin Anke Pan, mittlerweile Jungstudentin: Sie hat neben vielen anderen Wettbewerbserfolgen dreimal den ersten Bundespreis erspielt, bereits viele Konzerte im In- und Ausland gegeben, u. a. in der Kölner Philharmonie und der Philharmonie Essen, Luxemburg und der Schweiz. Im Frühjahr 2008 erhielt sie als jüngste Nominierte die begehrte Auszeichnung „Essens Beste“. Einige Fernsehreportagen wurden über sie u. a. im ZDF und WDR gesendet.

Auch die Pianistin Christine Neumann, ebenfalls mittlerweile Jungstudentin, erspielte neben zahlreichen Preisen bei „Jugend musiziert“ u. a. den ersten Bundespreis gemeinsam mit Anke Pan und (wie auch Anke Pan) den 1. Preis im Steinway Klavierwettbewerb. Beide traten bereits zwei Mal im Konzert „Ausgezeichnete Kinder“ in der Philharmonie Essen im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr auf.

Die junge Pianistin und Geigerin Tanja Zhou erspielte im Schuljahr 2007/08, im Jahr, in dem sie erstmalig die S-Klasse besuchte, den ersten Preis bei „Jugend musiziert“ mit Maximalpunktzahl, den ersten Preis im Essener Rotary-Klavierwettbewerb Jugend und den ersten Preis im Thürmer Klavierwettbewerb. So durfte sie auch als jüngste Teilnehmerin 2008 beim Konzert „Ausgezeichnete Kinder“ teilnehmen.

Die Pianistin Liyang Sheng hat im Laufe der Klavierausbildung an der FMS ebenfalls viel erreicht. Selbst wenn ihr dreimal mit 22 Punkten im Landeswettbewerb der Bundeswettbewerb verwehrt blieb, erspielte sie neben anderen Preisen 2007 den ersten Platz im „Van Bremen Klavierwettbewerb“. 2006 wurde ihr von der Stadt Oberhausen der gut dotierte Preis „Amadeus“ verliehen. Auch sie war beim ersten Konzert „Ausgezeichnete Kinder“ mit dabei, das vom WDR mitgeschnitten wurde. Die Kinder/Jugendlichen stammen sämtlich aus der Klasse Hans-Günther Weber.

Die Geigerin Klara Blank wird, wie viele andere Jungtalente, in der Klasse Tatjana Babuschkina gefördert. Klara ist ebenfalls regelmäßig beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ präsent. 2008 wurde ihr das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ zuerkannt. Zahlreiche Konzerte weisen sie als großes Jungtalent aus.

Interessant ist der Werdegang der jungen Lea Brückner aus Kevelaer. Beim Aufnahmekonzert zur S-Klasse überzeugte sie die Jury zunächst als Blockflötistin, machte in diesem Instrument nach Aufnahme auch gute Fortschritte, entdeckte aber dann doch die Violine als „ihr“ Instrument, obwohl sie hier noch in den ersten Anfängen steckte. Die volle Konzentration nach einem halben Jahr auf die Violine bewirkte, dass sie bereits 2008 mit 22 Punkten im Landeswettbewerb den Bundeswettbewerb nur knapp verfehlte. Sie spielte im Duo mit Inga Sander, die ebenfalls seit 2007 als Cellistin augenblicklich noch die S-Vorklasse besucht und hier extern von Frau Tarassova, die bei den „Musikmachern“ arbeitet, betreut wird. Neben anderen ist Linda Stachowiak ein weiteres Jungtalent aus der Klasse Babuschkina. Sie erreichte beim Wettbewerb „MusikTalente“ immerhin einen dritten Platz. Zwei weitere junge Geiger, die von Frau Babuschkina unterrichtet werden, gehören momentan der S-Vorklasse an, so dass das S-Klassen-Lehrerteam die Entwicklung genau und liebevoll beobachten kann.

Lydia Merkel entwickelte sich seit ihrer Aufnahme an der Musikschule in die Klasse von Theresia Norpoth-Weber und speziell seit der Aufnahme in die S-Klasse rasant. Bereits ihre erste Teilnahme unter neuer pädagogischer Führung bei „Jugend musiziert“ (nun bereits in Altergruppe 3) führte sie in den Landeswettbewerb wo sie die respektable Punktzahl 22 erzielte und damit die Eintrittskarte in den Bundeswettbewerb nur knapp verfehlte. 2008 erreichte sie dann als Primgeigerin mit ihrem Quartett den Bundeswettbewerb und wurde mit dem Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ bedacht.

Charlotte Schönebeck aus der Klasse Mathilde Schäfer ist momentan noch in der S-Vorklasse. Im Alter von 4 Jahren hat sie mit dem Gambenunterricht an der Folkwang Musikschule begonnen. Dieses Instrument suchte sie sich bei dem jährlich stattfindenden Instrumenteninfo aus. Mit 6 Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht und wechselte 2007 auch mit diesem Instrument zur Folkwang Musikschule. Noch im selben Jahr gewann sie beim Instrumentalwettbewerb für Kinder und Jugendliche ihrer Heimatstadt Bottrop den 1. Preis und einen Sonderpreis für herausragende musikalische Leistungen.

Erstaunlich ist es, wie die junge Paula Rommel aus der Bassklasse Franz Weser bereits das Spiel auf dem Kontrabass beherrscht. Auch sie kann auf zahlreiche Erfahrungen und Wettbewerbserfolge, sowohl als Flötistin wie als Bassistin, als Solistin wie als Kammermusikerin zurückblicken. Sie gehört im weitesten Sinne zum Ausbildungssystem S-Klasse.

Daniela Reimann kommt aus der legendären Harfenklasse von Rui Clemente Paz, einer Klasse, die von der Größe und dem Erfolg her einzigartig an einer Musikschule in Deutschland ist. Immer wieder waren Schülerinnen seiner Klasse solistisch wie auch im Ensemble im Bundeswettbewerb erfolgreich und erreichten nicht selten einen ersten Preis. So auch Daniela. Sie erspielte im Bundeswettbewerb 24 Punkte und erzielte damit das zweitbeste Ergebnis ihrer Gruppe von allen jungen HarfenspielernInnen in ganz Deutschland.

Aus der Schlagzeugklasse von Christian Roderburg gingen schon manche Talente hervor, so etwa Aljoscha Gerassimez, der mittlerweile in seinem Fach ein internationales Top-Niveau erreicht hat. Ein weiteres junges Talent in der S-Klasse ist Vera Seedorf. Vera hat während ihrer kurzen Laufbahn bereits umfangreiche Solo- und Orchestererfahrung gesammelt. So erzielte sie schon mehrfach erste Preise bei „Jugend musiziert“, wobei sie anfangs zu jung war, um am Landeswettbewerb teilzunehmen. Im Jahr 2007 hatte sie endlich die passende Altersgruppe erreicht und war hier im Bereich „Schlagzeug solo“ mit Pauken, Drumset und Marimbaphon erfolgreich. 2008 gelang ihr dies erneut mit Marimbaphon und Setup im Duo mit ihrem Bruder Viktor (16 Jahre, Violine) in der Kategorie „Neue Musik“.

Im weiteren Sinn gehört auch Maurice Collmer in das Förderprogramm der S-Klasse. Er spielt neben dem Schlagzeug/Marimbaphon die Trompete. Als Schlagzeuger hat er 2007 im Landeswettbewerb „Jugend musiziert" in der Wertung „Schlagzeug-Solo" 24 Punkte in seiner Altersklasse erreicht, konnte aber in Altersgruppe II noch nicht zum Bundeswettbewerb weiterfahren. Auch in der Philharmonie ist er schon als Solist und gemeinsam mit dem (Zupf)-Orchester (Marimba und Conga) aufgetreten. 2007 hat er im Rahmen des Klavierfestivals im Konzert mit den Schwestern Labèque den Xylophon-Part bei der Aufführung von Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ übernommen. Im Übrigen haben bei dieser Aufführung auch Klara Blank und Lydia Merkel solistisch an der Violine teilgenommen.

Zum ersten Mal hat sich 2007mit Maria Schönenbeck eine junge Hornistin aus der Hornklasse von Dorothée Ewert für die S-Klasse beworben und macht dort auch gute Fortschritte. Sie ist so jung, dass Erfolge bei Wettbewerben noch ausstehen. Andererseits ist eine außergewöhnliche Prädisposition für das Instrument deutlich zu erkennen und sie spielt bereits in einem Orchester.

Qualifizierte fachliche und liebevolle Förderung

Wenn auch die Kolleginnen, die in der S-Klasse arbeiten, sich nicht mit Professoren-Titeln „schmücken“ können, so verstehen Sie ihr Handwerk doch bestens und können junge Menschen oft besser fördern als Lehrende an Hochschulen. Durch eine intensive Spezialisierung auf die pädagogisch-psychologisch-menschlichen Aspekte bei genauer Kenntnis der technisch-musikalischen Anforderungen sind sie für Kinder und Jugendliche wichtige Bezugspersonen, die viel Zeit in die jungen Talente investieren (können und wollen), die Landschaft der Jugendwettbewerbe genau kennen und die jungen Menschen nicht schmalspurig zu „selbsternannten Wunderkindern“ züchten. Hier steht die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit im Vordergrund mit gezielter Ausbildung der musikalisch-künstlerischen Begabung, wobei die Entwicklung der Bühnenpräsenz eine wichtige Rolle spielt. Der Blick auf die Gesamtpersönlichkeit schließt auch die einfühlsame Empfehlung für den weiteren Weg mit ein, wenn die Zeit gekommen ist, nach einer soliden Ausbildung etwa ein Jungstudium aufzunehmen. Für Kinder bis zum Alter von 12 bis 16 Jahren und in der Regel auch darüber hinaus dürfte eine Einrichtung wie die S-Klasse der Folkwang Musikschule in der Regel die beste Form der Förderung einer früh sich andeutenden außergewöhnlichen Begabung sein.

 

 

 

 

 

 

 

S-Klasse - Fotos der jungen Talente

S-Klasse - Fotos der jungen Talente

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Die j
ungen Talente der
S-Klasse

Juni 2008